Ringtraining

Wenn Sie irgendwann beschließen, dass auch Sie Ihren Hund gerne einmal ausstellen möchten, dann sollten sie ein paar Kleinigkeiten beachten:

Denken Sie daran, eine Ausstellung bedeutet nicht nur für Sie eine Menge Stress, auch Ihr Hund hat Stress. Das können Sie ein bisschen mildern, indem Sie sich und Ihren Hund vorbereiten. So verhindern Sie, dass die Ausstellung zum „Ringkampf“ wird.

Üben Sie schon mit Ihrem Welpen das „Hinstellen“. Zunächst ist es schon ein Erfolg, wenn sich der unerfahrene Hund nur 30 Sekunden in Position bringen lässt.

Zum Aufstellen:

Fahren Sie mit der ganzen Hand unter den Brustkorb und heben den Hund ein bisschen an.

Steht er dann wieder auf den Vorderläufen ist die Vorderhand schon in der richtigen Lage. „Gut unterstellt “

Die Hinterhand sollte leicht versetzt stehen, so dass der Richter von der Seite aus beide Läufe sehen kann.

Wenn er dann so steht, halten Sie ihn an Fang und Rute. Die Rute soll nicht über der Rückenlinie sein, also nicht hochziehen sondern in Verlängerung des Rückens halten. So kann der Richter den Hund optimal im Stand beurteilen.

Das muss geübt werden, von alleine macht Ihr Hund das nicht.

Suchen Sie sich eine spiegelnde Fläche… Spiegel, Schaufenster, Balkontüre etc, dass Sie sich selber sehen können und vor Allem, Ihren Hund, wie er vor Ihnen steht. So haben Sie die Möglichkeit , Korrekturen vorzunehmen, dass sie den Hund optimal präsentieren.

Als nächstes sollten Sie ihren Hund auch daran gewöhnen, dass er sich die Zähne kontrollieren lässt. Es reicht völlig aus, wenn er sich zunächst an die Lefzen greifen lässt und es duldet, dass Sie sie vorsichtig anheben, um die Stellung der Zähne zu kontrollieren.

Lässt er sich das gefallen, so bitten sie auch Freunde und Bekannte, dass sie die Zähne „kurz mal kontrollieren“. So gewöhnt sich Ihr Hund daran, sich auch von Fremden anfassen zu lassen.

Das Laufen an der Vorführleine muss hier erwähnt bzw. geübt werden:

Diese Leinen sind gewöhnlicher Weise aus einem Stück. D.h. es gibt kein Halsband sondern nur eine Schlaufe, die lose um den Hals des Hundes liegen soll. Ihr Hund sollte das Gehen bei Fuß bereits gewohnt sein, dann macht das Gehen an der Vorführleine auch keine Schwierigkeiten. Reden sie mit Ihrem Hund, so schaut er Sie an, ist interessiert, streckt den Hals und macht dabei eine „ gute Figur“.

Bitte führen Sie ihren Hund im Ring nicht mit einer Koralle, Kette oder Lederhalsung vor! Erziehen sollten Sie ihn vor der Ausstellung nicht erst im Ausstellungsring.

Der Hund geht immer auf der linken Seite des Führers und er sollte möglichst nicht ständig an ihnen hochspringen, denn sonst kann der Richter das Gangwerk nicht beurteilen.

Im Ring steht der Richter zumeist in der Mitte des Ringes. Alle auszustellenden Hunde werden in flotter Gangart um den Richter herumgeführt oder der Richter sagt Ihnen in welche Richtung sie mit Ihrem Hund gehen sollen. Auf jeden Fall sollten Sie darauf achten,

dass sich der Hund immer zwischen Ihnen und dem Richter befindet. Die Reihenfolge der Hunde ergibt sich aus den Startnummern.

Soweit einmal die wichtigsten Punkte.

Sicherlich wird Ihnen auch gerne Ihr Züchter oder ein erfahrener Aussteller noch den einen oder anderen Tipp geben.

Vergessen Sie nicht, unsere Ausstellungen leben von Fairness, sollten Sie mal nicht gewonnen haben, stehen Sie „DRÜBER“! Gratulieren Sie Ihrem Gegner trotzdem. Das nächste Mal gratuliert er dafür wieder Ihnen.

Denken Sie auch daran, selbst wenn Ihr Hund schon beurteilt wurde, auch der letzte Hund der Ausstellung hat das Recht ordentlich beurteilt zu werden und die Zuschauer hat er sich auch verdient.

Das Argument: Ich muss noch so weit nach hause fahren, um die Ausstellung vorzeitig verlassen zu können ist gegenüber den anderen Ausstellern und den Zuschauern gegenüber unfair.    

Wie gesagt, der letzte Hund der Ausstellung sollte die gleichen Bedingungen haben wie Sie, der vielleicht einer der ersten waren. Er/Sie muss nämlich auch warten bis zum Ende und hat dieselben Kilometer zurück zu fahren.

Nun noch eine Bemerkung zum „Drumherum“:

Denken Sie daran, für Ihren Hund eine Decke mitzunehmen, auch sollte die Wasserschüssel einen festen Platz im Ausstellungsgepäck haben. Ein paar Plastiktüten tun auch wichtige Dienste und wenn’s nur um die Hinterlassenschaften Ihres Hundes geht.

Eine Sicherheitsnadel hat sich bewährt als Halter für die Startnummer. Impfpass, Stammbaum und evtl. ein Leistungsbuch sind obligatorisch.

Für sich selbst sollten Sie eventuell einen Klappstuhl im Gepäck haben, Ausstellungen sind mitunter sehr langwierig und Sitzmöglichkeiten knapp.

Viel Spaß bei der nächsten Ausstellung,

Gabriele Weitl

Windsong A G E english setters

Juni 2010



Figuren

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Ringtraining I
Ringtraining II
Ringtraining III
Ringtraining IV
Ringtraining V